Ich möchte Euch heute mal was zeigen, dass ich Samstagabend in den Schubladen vom Graubart gefunden habe. Uns war Langweilig und die zwei waren aus. Da fiel dem Shawn ein, das wir ja mal ins Büro schleichen könnten und dort fiel uns der Text in die Hände *hüstel* Aber vielleicht müsst ihr es dem Dankward ja nicht gleich auf die Nasenspitze binden. Ich fand es eben auch so passend für mich:
-von Dankward-
Ich bin also sesshaft geworden
und wenn alles gut geht, dann bleibe ich für eine längere Zeit in dem kleinen
Bergdorf in Rheinhessen wohnhaft. Die Menschen hier in der Gegend nennen ein
paar Dörfer „Bergdörfer“. Belustigt ob der Tatsache, das diese Erhebung alles
andere als ein Berg ist und gleichzeitig als was besonderes abgestempelt zu
werden, benutze ich diesen Begriff sehr gerne und auch das ich in der
Rheinhessischen Toskana wohnen würde.
Als dieser Gedanke
„Sess-haft-igkeit“ in mich drängte wurde mir schon anders und meine Gedanken
kreisten um dieses Wort: HEIMAT.
Was die Allgemeinheit mit dem Begriff Heimat verbindet,
ist ja bekannt, aber was bedeutet Heimat für mich? Für mich, der mit 18 Jahren
das Elternhaus erst mal in Teilzeit verlassen hat, bevor er mit 23 dann
entgültig seinen eigenen Hausstand gründete. Der bis dahin schon in einigen
Regionen Deutschlands für jeweils ein paar Monate und auch Jahre gewohnt hat.
Für mich hat, nein für mich muß Heimat
doch eine abweichende Bedeutung haben? Ja selbst meine Reisen in andere
Länder müssten mir doch helfen den Begriff Heimat dingbar zu machen. Wenn das
überhaupt möglich ist.
War ich damals in Essen daheim? Nein! In Köln...in
Appen....in Lechfeld....Iserlohn...Nein, nein, nein! Warum nicht? Ich war wohl
zu jung, bin ich doch grad erst ins Leben gestolpert und habe die Welt
entdeckt. Schließlich komme ich aus einem 500 Seelendorf. Da war das Ganze eher
ein Abenteuer für mich und ich hatte keine Zeit in mich reinzuhören und meiner
Seele Tiefe zu gönnen. Im Pfälzer Wald? Ja, da war ein Gefühl von Heimat. Da
blieb ich zwei Jahre und hatte nun auch Zeit für mich als auch für dieses alte
Kulturland.
Sehr stark war der Eindruck „Angekommen zu sein“ in
Schottland, und irgendwie auch in Island und Norwegen ja und auf Amrum. Und
sicher ist nach herkömmlicher Definition der Westerwald meine Heimat. Und
trotzdem habe ich durch meinen Lebensweg einen anderen Begriff von Heimat.
HEIMAT, da steht das Wort
fettgedrückt.....
Hmmm, Heimat ist für mich zuerst
einmal ein Gefühl. Ein Zugehörigkeitsgefühl? Nein, das nicht, dafür fühle ich
mich zu wenig an die Menschen einer bestimmten Region gebunden. Obwohl, ich
doch gerne sage, dass ich ein Westerwälder Basaltkopf bin. Das aber drückt ja
nur aus, wie sehr ich bestimmte Eigenarten
an mir erkenne, die dem Westerwälder allgemeinhin zugeschrieben werden. Aber
vielleicht ist es doch auch ein Zugehörigkeitsgefühl, irgendwie fühle ich mich
einem bestimmten Lebensstil zugehörig....angenähert.
Ist es die Natur? Ja, bestimmt
sogar. Wie der Wald mich einfängt, wie der Bach neben mir sein Lied murmelt,
wie der Nebel mich hinwegnimmt in meine Welt. Wie das Meer eiskalt an meinen
Füßen zieht und Fernweh in mir weckt, wie die Sonne gemäßigt auf mich herab
scheint und wie ich die einsamen Pfade der Berge erklimme, das ist Heimat. Das
ist es aber nicht alles. Da ist ja noch das Wissen. Das Wissen um unsere
Vorderen, die mit Ihrem Kult von Urzeiten an schufen was in mir Heimat
wurde, die mich verstehen lassen. Heimat ist auch ein Ort der Ruhe und eines
sinn-vollen Lebens. Wenn dann noch ein paar Menschen da sind, die so fühlen wie
ich, dann fühle ich mich daheim....Heimat ist für mich nicht regionalbezogen, Heimat
ist in mir.
Heimat ist wie ein gut schmeckender Cocktail aus Gefühl,
Natur und Wissen. Ich glaub ich bin angekommen und nicht nur in dem kleinen
Bergdorf in Rheinhessen...